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Fußringe

Was sagt mir der Ring am Vogel?
Die Ringidentifikation von Vogelarten.

Der Deutsche Kanarien- und Vogelzüchter-Bund e. V. gibt an seine mittelbaren Mitglieder geschlossene Fußringe für Vögel heraus, die für einen sinnvollen Nachweis der Eigenzucht wichtig sind.

Es gibt unterschiedliche Arten von Ringen und unterschiedliche Gründe für das Beringen unserer Vögel. Bedingt durch die Vielzahl von Ringen können die hier aufgeführten Beispiele nur die häufigsten Ringe erklären.

Inhaltsverzeichnis

Die Ringfarben der Vögel - Jahresbestimmung im DKB

Ringfarben ab 2020

Da die Ringfarbe jährlich wechselt, ist eine Altersbestimmung relativ leicht möglich.

1995 rot  2002  schwarz  2009  violett 2015 violett 2021 violett
1996 schwarz  2003  blau  2010  orange 2016 orange 2022 orange
1997 silber  2004  gold  2011  blau 2017 blau 2023 blau
1998 blau  2005  grün  2012  rot 2018 rot 2024 rot
1999 gold  2006  rot  2013  schwarz 2019 schwarz 2025 schwarz
2000 grün  2007  schwarz  2014  grün 2020 grün 2026 grün
2001 dunkelrot  2008  blau            

Die Ringarten der Vögel

Gezüchtete oder beobachtete Vögel haben in Deutschland unterschiedliche Ringarten an ihren Beinen. Hierunter fallen zum Beispiel Kennzeichnungsringe, Offene oder geschlossene Ringe oder Artenschutzringe verschiedener Vereine und Verbände.

Kennzeichnungsringe für Vögel

Aluringe zur Kennzeichnung von Vögeln.
Celluringe zur Kennzeichnung von Vögeln.

Diese werden benutzt, um Vögel durch die farbliche Markierung (Kennzeichnungsring) zu unterscheiden. Solche Ringe können in allen Größen und fast allen Farben in fast allen Zubehörgeschäften gekauft werden. Sie werden den Vögeln am Bein angelegt und lassen sich jederzeit wieder entfernen.

Es gibt diese Ringe in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Auf dem ersten Bild sind Aluringe abgebildet. Das zweite Bild zeigt die Celluringe.

Beide Ringarten dienen ausschließlich der eigenen Kennzeichnung für den Züchtenden der Vögel und können auch jederzeit ausgetauscht oder entfernt werden.

Warum haben Vögel Fußringe?

In Deutschland muss jeder Sittich und Papagei nach §17g Tierseuchengesetz/Psittakose-Verordnung mit einem amtlichen Fußring gekennzeichnet sein. Der Ring dient dazu, die Herkunft eines Vogels zweifelsfrei feststellen zu können. Im Falle eines Ausbruches der Papageienkrankheit (Psittakose) oder auch nur Psittakoseverdachtes muss zwingend die Herkunft eines jeden Vogels ermittelbar sein, um dann die erforderlichen Maßnahmen zur raschen Eindämmung dieser Infektion einleiten zu können.

Diese Ringe erhält man nur, wenn man eine Zuchterlaubnis besitzt (zwingende Voraussetzung). Unterschieden werden dabei offene Ringe und geschlossene Ringe.

Was sind offene Ringe?

Offene Ringe können auch älteren Vögeln nachträglich angelegt werden. Es sind im Regelfall Aluminiumringe, welche sich nach dem Anlegen nicht wieder öffnen lassen, weil sie eine Sollbruchstelle haben. Erneutes Aufbiegen zerstört den Ring.

Was sind geschlossene Ringe?

Geschlossene Ringe können nur den Jungvögeln im Nestlingsalter angelegt werden, weil sie anschließend bei den erwachsenen Vögeln nicht mehr über das Fußgelenk passen würden.

Der Vorteil solcher Ringe ist, dass man so fast immer auch das Schlupfjahr des Vogels ermitteln kann (steht auch bei fast allen geschlossenen Ringen auf dem Ring) und diese Ringart auch als Selbstzuchtnachweis dient.

Bei vielen Vögeln von Hobbyzüchtern oder aus Zoohandlungen wird man den nachfolgenden Ring vorfinden.

Es ist der offene Ring vom ZZF (Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V.).

Der ZZF Ring ist ein Aluminiumring mit folgender Beschriftungsart:
oder
ZZF Ring mit Sollbruchstelle.

In diesem Beispiel ist das erste Kürzel (Z) für „Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V.“ und das S ist das Länderkürzel für Schleswig-Holstein. Die römische Zahl gibt die Ringgröße an. Die lange Ziffer ist die fortlaufende Kennzeichnungsnummer.

Auch in anderen Verbänden haben die Ringe im Regelfall eine Jahresfarbe, die im oben erwähnten Rhytmus jährlich wechselt. Im Jahre 2009 wurde Gold/Gelb wegen der besseren Lesbarkeit erstmalig durch Violett ersetzt.

Vogelringe unterschiedlicher Jahrgänge.

Die häufigsten Ringe in Deutschland

Ringe der AZ - Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht e.V.

Die Abkürzung lautet AZ, die folgende Nummer gibt die Züchternummer wieder.

Das P steht für Psittakose und entfällt bei Kanarien oder Prachtfinken. Die darauffolgende Zahl gibt das Jahr an.

Danach folgt die fortlaufende Nummer des Züchters und die Endnummer gibt die Ringgröße an, in diesem Fall 4mm.

Ein Ring der AZ

Ringe des DKB - Deutscher Kanarien- und Vogelzüchterbund e.V.

Die Abkürzung lautet DKB, die folgende Nummer gibt den Landesverband 11 wieder. Die Vereinsnummer ist in diesem Fall die 47 und die Züchternummer die 11.

Danach folgt die Größe des Rings (4,0) und die Jahreszahl 06.

Danach folgt die fortlaufende Ringnummer des Züchters und gegebenfalls ein P für Psittakose.

Ein Ring des DKB.

Artenschutzringe

Artenschutzring über den Verband mit der Züchternummer

Artenschutzringe für Vögel in Deutschland.

Beschreibung der Verbandskürzel:

Vereinigung für Artenschutz und Vogelzucht

Deutscher Kanarien- und Vogelzüchterbund

Verband deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer

Vereinigung für Ziergeflügel- und Exotenzüchter

Bund deutscher Waldvogelpfleger

Bund deutscher Wildvogelzüchter

Deutscher Falkenorden

Internationaler Cardueliden Club

World Pheasant Association

Artenschutzring direkt über den BNA

Ohne Züchternummer (2,5 bis 5,5 mm):

Artenschutzringe (6,0 bis 30 mm):

Diese Informationen wurden im April 2006 von Wolfguwe für die Arbeitsgemeinschaft Vogel und ich bei www.vogelforen.de erstellt. Das Infoblatt können Sie hier herunterladen.