Der Zitronensittich - Psilopsiagon aurifrons

Kurzsteckbrief des Zitronensittich

Der Zitronensittich (Psilopsiagon aurifrons) ist eine Vogelart der Neuweltpapageien. Sie wurden bis vor wenigen Jahren als Bolborhynchus aurifrons der Gattung der Dickschnabelsittiche zugeschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale eines Zitronensittich

Ein Zitronensittich ist 16 bis 19 cm lang und wiegt durchschnittlich 45 g.

Oben von der Krone bis zu den Flügeln und dem Schwanz ist der Zitronensittich grün, mit blauen äußeren Flugfedern. Der Bereich um den Schnabel bis zum Auge ist gelb und erstreckt sich nach unten in die Kehle und geht in die grünlich-gelben Unterteile über. Die Wangen des Zitronensittich sind smaragdgrün.

Bei dem Weibchen fehlt das Gelb um den Schnabel und das Gelb an anderen Stellen ist weniger ausgeprägt. Junge sind wie Weibchen. Bei der Rasse Robertsi fehlt die gelbliche Waschung in den unteren Teilen. Die Rasse margaritae hat einen kürzeren Schwanz, und beide Geschlechter sind wie das Weibchen der Rasse Aurifrons, aber der Schnabel ist grau. Die Rasse rubrirostris hat blaugrüne Oberteile, eine bläulich-graue Waschung auf Stirn und der Unterseite und einen Schnabel, der beim Männchen fleischrosa, aber beim Weibchen grau ist.

Geschichte der Systematik des Zitronensittich

Der Zitronensittich wird oft in die Gattung Bolborhynchus eingeordnet. In der Vergangenheit wurde die Rasse Margaritae als Orbygnesia bezeichnet, aber dieser Name gilt für eine andere Art (siehe Bolborhynchus orbygnesius).

Es sind aktuell vier Unterarten des Zitronensittich anerkannt.

Unterarten des Zitronensittich

  • Psilopsiagon aurifrons robertsi
  • Psilopsiagon aurifrons aurifrons
  • Psilopsiagon aurifrons margaritae
  • Psilopsiagon aurifrons rubrirostris

Verbreitungsgebiet des Zitronensittich

Der Zitronensittich lebt an Uferdickichten, bewaldeten und strauchigen Stellen mit Nebelvegetation, Hängen mit Mischgestrüpp, Dornengestrüpp, Puna-Kakteen, manchmal sogar Puna-Grasland mit vereinzelten Büschen. Er hält sich oft in Gärten, Kulturen und sogar Stadtparks auf. Die Rasse Aurifrons kommen im Allgemeinen in einer Höhen von 1000 bis 2900 m über dem Meeresspiegel vor, obwohl sie sowohl höher als auch niedriger sind, entlang der trockenen Küstenebene. Die Rasse margaritae hält sich auf einer Höhe von 3000 bis 4500 m und die Rasse rubrirostris bei c. 2500m auf.

Verbreitungsgebiet des Zitronensittich.

Bewegungsgebiete des Zitronensittich

Der Zitronensittich ist ein Höhenzieher. Er zieht nämlich im Winter in tiefere Lagen.

Ernährung und Nahrungssuche von Zitronensittichen

Der Zitronensittich ernährt sich in der Puna-Zone von Knospen und Samen von Lepidophyllum, Fabiana densa und Adesmia und anderen Hülsenfrüchten, die von Büschen und vom Boden aufgenommen werden.

Klänge und Stimmverhalten von Zitronensittichen

Zu den Rufen von Zitronensittichen gehören ein schrilles doppeltes oder dreifaches „tee-teet“ (das an eine Gebirgsstelze Motacilla cinerea erinnert) und eine eher dumpf monotone, zwitschernde Reihe leicht gutturaler Töne, „gluh-gluh-gluh“ oder ähnliches.

Aufzucht von Zitronensittichen

Zitronensittich brüten in der Saison von Februar bis März in Nordwestargentinien. Von Oktober bis Dezember brüten sie in Nordchile.

Ihr Nest befindet sich in einem Bau an einem trockenen Flussufer, einer steilen Klippe oder einem Canyon, oft mit mehreren anderen Zitronensittichen in einigermaßen unmittelbarer Nähe. Das Loch ist 8 bis 10 cm breit und bis zu 1 m tief.

Die Eier sind weiß und das Gelege umfasst 3 bis 6 davon, gelegentlich bis zu sieben in Gefangenschaft und Wild. Die Eier haben die Maße 22,4 bis 23,8 mm × 17,8 bis 18,6 mm. Die Bebrütung erfolgt durch Weibchen, möglicherweise 23 Tage. Küken sind 37 bis 48 g schwer und die Nestlingszeit dauert angeblich acht Wochen.

Bedrohung von Zitronensittichen

Zitronensittiche sind nicht global bedroht nach CITES II. Sie sind häufig bis lokal reichlich vorhanden, obwohl die Rasse Robertsi praktisch unbekannt zu bleiben scheint. Der Handel von Zitronensittichen ist gering.

Fachgruppe im DKB

Im Deutschen Kanarien- und Vogelzüchterbund e.V. ist die Fachgruppe der Sittiche und Exoten für Zitronensittiche zuständig.

Im Bereich der Sachkunde findet man Erstinformationen zum Zitronensittich. Farbmutationen von Zitronensittichen und Schauklassen werden hier in der nächsten Zeit folgen.

Bei weiteren Fragen würden wir uns freuen, wenn Sie uns kontaktieren. Diese Listen wir im folgenden Bereich auf.

Fragen zum Zitronensittich

Unterschiedliche Fragen zum Zitronensittich haben wir in Unterartikeln aufgelistet und hier aufgeführt.

Bei weiteren Fragen, kontaktieren Sie uns gern.

Quellen und Literaturangaben

Titelbild: TJ Lin (CC BY-SA 2.0)

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